so oder so ähnlich könnte man derzeit meine Wochenendplanung zusammenfassen.
Während meine Wochenenden momentan hauptsächlich auf Junggesellabschiede und Hochzeiten draufgehen konnte ich trotzdem letztes Wochenende – dank dem Pfingsmontag – sogar noch einmal kurz segeln gehen.
Dank Lufthansa-Sonderkonditionen war Max dabei und so verkatert wie ich war hatte ich Begleitung auch dringend nötig.

Zunächst einmal ging es bei Ostwind von 2-3 mit einer langen Kreuz raus aus der Förde um dann Kurs auf Damp zu nehmen. Auf dem Weg raus aus der Förde begegneten uns sogleich eine Pogo1 (mir persönlich noch unbekannt) und anschließend die “Heart of Gold”. Max’ Glaube an mein Gerede der so raren Bootsklasse begann sogleich merklich zu bröckeln.

Kurz nach Sonnenuntergang – wir standen ca. 1,5sm vor Damp – werde ich dann auf ein Motorboot aufmerksam welches unbeleuchtet mit Vollgas aus Richtung des Sperrgebiets erst in Richtung Küste und dann direkt auf uns zuhält. Panisches “SOS” und “Wir sind in Seenot”-Gebrüll vom längsseits gehenden Boot überzeugen uns davon dass wir es doch nicht mit betrunkenen zu tun haben und recht schnell sind wir informiert: Am Rand des Sperrgebiets ist ein Motorboot gekentert, der Großteil der Besatzung ist bereits aus dem Wasser gefischt und wird mit dem Motorboot gerade an Land gefahren, jedoch liegt der Havarist noch kieloben im Sperrgebiet und es wird Schlepphilfe benötigt. Funk, Handy oder sonstige Kommunikationsmittel hatte natürlich keiner an Bord.

Der Funkruf an den Hafenmeister Damp ging – verständlicherweise um 23 Uhr – ins leere, Bremen Rescue war aber sofort Gewehr bei Fuss und so durfte ich in diversen Funksprüchen versuchen die Situation zu erklären, wir hatten mittlerweile nämlich den Havaristen erreicht. Per Funk und Handy durfte ich dann allerlei Dinge in Erfahrung bringen und weiterleiten bis das Rettungsboot ankam – hochgestochen dürften wir uns in der Situation als Onsite Coordinator verstanden haben.

Anschließend nach Damp und richtig ausgeschlafen, am Sonntag dann erst unter Segeln und dann dank Flaute unter Maschine zurück nach Kiel.
Kommendes Wochenende geht’s dann nochmal solo los – es gibt wieder Equipment zu verbauen und außerdem müssen mal wieder Manöver trainiert werden.

Also wieder mal segeltechnisch nicht viel spannendes passiert aber Anfang Juli sollte sich das ändern.

haut rein!

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